Was heißt es, in Europa zu leben?

Und: wie schmeckt Europa überhaupt? Diese und weitere Fragen standen im Mittelpunkt der diesjährigen Europawoche, die vom 18. bis zum 22. Mai 2026 stattfand. 20 Schüler:innen aus den Jahrgängen 7 bis 9 der Maria-Sibylla-Merian-Gesamtschule nahmen in diesem Jahr teil. Sie erlebten innerhalb dieser fünf Tage Europa mit allen Sinnen anhand unterschiedlicher Aktivitäten an unterschiedlichen Orten innerhalb der Schule, aber auch in Aachen selbst. Wie wurde die Woche konkret gestaltet? Die Europawoche begann am Montag mit einer kulinarischen Reise durch die Euregio, also der Region Aachen und die an Aachen angrenzenden Regionen Ostbelgien und Südlimburg (Niederlande). Hier erfuhren die Schüler:innen nicht nur, was die Euregio ist und was für Besonderheiten sie bereithält, seien es die Vermischung von Dialekten und Sprachen oder das beinahe grenzenlose Leben der Bewohner:innen dieser Region. Nein, die Schüler*innen durften auch Recherche betreiben und Gerichte aussuchen, die aus Europa stammen. Gerichte, wie die Currywurst, Pizza Margherita oder Ratatouille wurden schließlich auch für ein Europawoche-Kochbuch gesammelt und aufbereitet.

Genauso spannend und informativ ging es am Dienstagnachmittag weiter: Die Schüler*innen fuhren zum Grashaus nach Aachen. Als ehemaliges Rathaus, Gericht und Stadtarchiv beherbergt es heute das europäische Klassenzimmer, in dem man an diversen Workshops rund um die EU und Europa teilnehmen kann. Unser Workshop behandelte die Themen Migration und Grenzen und auch hier wurden die Schüler:innen wieder tätig: Mit Hilfe von interessanten Texten, Videos und Hörbeiträgen präsentierten sie sich gegenseitig, was es für geflüchtete Menschen bedeutet, nach Europa zu gelangen – Weshalb verlassen sie ihre Heimat? Welche gefährlichen Routen nehmen sie deshalb auf sich? Was haben Organisationen wie FRONTEX oder auch die Bundespolizei damit zu tun? Am Mittwoch wurde es aber endlich Zeit, dass auch die anderen Sinne zur Geltung kommen! DieSchüler*innen bereiteten an diesem Tag in der Lernküche unserer Schule belgische Waffeln zu und ließen dabei ihrer Kreativität freien Lauf. Vom italienischen Eis zu deutschen Blaubeeren oder niederländischem Hagelslag (Streuseln) – alles durfte auf die belgischen Waffeln drauf. Wie Europa riechen und schmecken kann, das fanden sie also an diesem Tag heraus. Damit diese Woche auch den anderen Schüler:innen und Lehrkräften unserer Schule zugänglich gemacht werden konnte, erstellten die Teilnehmer:innen der Europawoche am Donnerstag Plakate zur Woche oder Europa selbst. Einige erstellten sogar ein eigenes Quiz mit Fragen zu Europa, europäischen Flaggen und Sehenswürdigkeiten. All diese Kreationen wurden dann am letzten Tag der Europawoche, dem Freitag, begutachtet, begleitet von Snacks und Getränken aus Deutschland und unseren Nachbarländern.
Alles in allem war es also eine sehr ereignisreiche Woche für unsere Schüler:innen, denn Europa stand nicht nur als Konzept im Raum, sondern wurde gehört, gesehen, gerochen, geschmeckt und gefühlt.

Die Europawoche unserer Schule wird von der Landesinitiative Europa-Schecks des Ministeriums für Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales sowie Medien und Chef der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen unterstützt.
Text: KORN
Fotos: KORN, KRES, MAIL