Eine nicht alltägliche Erfahrung
Im Sinne dieses Zitats von Elie Wiesel haben wir als Maria-Sibylla-Merian-Gesamtschule erstmals eine Gedenkstättenfahrt nach Krakau und Auschwitz gemacht. Vom 20.03.2026 – 24.03.2026 sind 48 Schülerinnen und Schüler mit fünf Lehrkräften nach Polen gefahren, um mehr über den Holocaust zu lernen. Für uns alle war es eine eindrückliche Erfahrung.
Nach der Hinfahrt am 20. März und einem ausgewogenen Frühstück starteten wir am 21. März mit einer Führung durch Krakau. Wir besuchten das ehemalige Ghetto und lernten viel über die Geschichte der Stadt. Besonders eindrucksvoll war das Schindler-Museum, wo Schicksale aus der Zeit anschaulich dargestellt wurden. Am Abend haben wir gemeinsam gegessen und unsere Eindrücke besprochen.






Am 22. März besuchten wir die Gedenkstätte Auschwitz. Zu Beginn der Führung bekamen wir einen Überblick über das Lager und die verschiedenen Blöcke. Besonders eindrücklich war die Geschichte einer sabotierten Gaskammer. Wir sahen den Todesblock sowie überfüllte Kerkerzellen mit Steh-, Dunkel- und Erstickungszellen. In weiteren Räumen wurden Bilder und Videos vom Leben vor der Deportation gezeigt. Auch NS-Propaganda und verschiedene Arten des Tötens wurden thematisiert. Besonders eindrucksvoll waren Kinderzeichnungen und das „Book of Names“. Auf dem Appellplatz mussten Häftlinge unter grausamen Bedingungen antreten. In Block 5 sahen wir persönliche Gegenstände wie Schuhe und Kleidung. Besonders schockierend war der Raum mit echten Haaren von Opfern. Wir besichtigten außerdem eine Gaskammer mit Verbrennungsöfen. Viele Menschen glaubten bis zuletzt an eine Desinfektion. Danach besuchten wir Auschwitz II-Birkenau mit Holzbaracken und unmenschlichen Lebensbedingungen. Oft mussten mehrere Personen sich ein Bett teilen, und die Versorgung war unzureichend. Viele wurden sofort ermordet, andere zur Arbeit gezwungen. Zum Schluss sahen wir zerstörte Gaskammern und die „Sauna“. Der Besuch zeigte, wie wichtig Erinnerung ist.






Am Morgen des Folgetages sprachen wir über unsere Eindrücke aus Auschwitz. Danach besuchten wir das jüdische Viertel und lernten mehr über Religion und Leben. Anschließend erkundeten wir die Altstadt von Krakau. Am Nachmittag hatten wir Freizeit, bevor abends die Rückfahrt begann.
Diese Fahrt hat uns Wissen, Eindrücke und Emotionen vermittelt. Besonders wurde deutlich, wie wichtig es ist, sich gegen Rassismus und Antisemitismus einzusetzen und die Erinnerung an den Holocaust zu bewahren.
Text: SROE, Jule Riedel, Ina Ligensa, Fiona Voßen, Benedict Staud, Linda Heiss, Barbara Halka, Emilia Franzen, Colin Dodt
Fotos: KRES, SROE, MUEL, REIM