Spanienaustausch – Begegnung in Torrejoncillo 2026

Eine spannende internationale Begegnung von Jugendlichen

Wir reisten mit elf Schülern und Schülerinnen sowie zwei Lehrerinnen nach Torrejoncillo, einem kleinen Dorf, drei Stunden von Madrid entfernt.

Am ersten Tag erwartete uns ein tolles Kunstprojekt unserer Partnerschule IESO Via Dalmacia. Schon seit ein paar Monaten  beschäftigten sich die Schüler und Schülerinnen mit dem Leben von Pablo Picasso, malten seine Kunstwerke und arbeiteten an einem eindrucksvollen Theaterstück. Die QR-Codes für Audioerklärungen der Gemälde gibt es auf Spanisch, Englisch und – seit unserem Besuch –  auch auf Deutsch! In einem kleinen Picasso-Projektkurs gestalteten wir sogar eigene Portraits im kubistischen Stil.

Am späten Nachmittag durften wir den Bürgermeister im Rathaus besuchen und konnten im Anschluss die prachtvolle Dorfkirche bewundern.

Am nächsten Tag starteten wir mit einem Ausflug nach Cáceres ins Museo Helga de Alvear, einem Museum für moderne Kunst. Viele Ausstellungsstücke regten unsere Phantasie an oder brachten uns zum Nachdenken – verschwimmt die Grenze zwischen digitaler und realer Welt?

In Cáceres gibt es auch eine sehr große, gut erhaltene Altstadt. Im 16. Jahrhundert kam Isabel, die Tochter des Aztekenkönigs Moctezuma hier her, nachdem sie den Eroberer Cortez geheiratet hatte. Ihre Nachkommen wohnen noch heute in der näheren Umgebung der Stadt. Wir haben hier sogar einen Platz entdeckt, an dem eine Szene der Serie „Games of Thrones“ gedreht wurde.

Am Donnerstag besuchten wir zunächst einen Friedhof in Cuacos de Yuste, der die letzte Ruhestätte für hunderte deutscher Soldaten aus dem ersten und zweiten Weltkrieg ist. Ein trauriger, aber denkwürdiger Ort.

In der Nähe konnten wir zwei weitere interessante Gebäude erkunden: ein Kloster und einen Palast. Hier erfuhren wir mehr über den damaligen Bewohner, Kaiser Karl V., der gleichzeitig auch über das Heilige Römische Reich und die Niederlande herrschte.

Dann fuhren wir weiter nach Plasencia, einer bunten, quirligen Stadt mit Klöstern, Kirchen und einer alten, begehbaren Stadtmauer. Die Siesta (Mittagspause) geht hier von 14-17 Uhr, so dass wir unsere Stadtralley ohne Einkaufsstress genießen konnten.

Freitag durften wir nochmal den Schulalltag miterleben und führten ein Interview mit allen Beteiligten auf Englisch. Fazit der Befragung: Es hat allen sehr gut gefallen und wir würden immer wieder kommen.

Am Samstag in der Frühe führte uns unsere Reise dann zurück nach Madrid. Einen größeren Kontrast kann man sich wohl kaum vorstellen, immerhin wird Spaniens Hauptstadt von 3,5 Millionen Menschen bewohnt. Wir entschieden uns für einen kleinen Rundgang und den Besuch der zentralen Plätze. Wir bewunderten den Palacio Real, den ägyptischen Debod-Tempel, den Plaza de España (hier finden regelmäßig Konzerte und Festivals statt) und die Gran Via.

Text & Fotos: SAWE